Rund um den Dampf - Dampfschleuder Xrot R

Dampfschleuder Xrot R12
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Rund um den Dampf


XROTD 9214


Diese Dampfschneeschleuder wurde von unseren Freunden bei der Blonay-Chamby Museumsbahn am Genfersee im Herbst 2016 wieder so instand gestellt, dass sie mit Hilfe von Fremddampf – das heisst einem anderen Kessel – wieder funktionstüchtig ist. Der eigene Kessel ist zurzeit abgesprochen. Auch so läuft die Schleudermaschine wunderbar und die Mechanik der Dampfmaschine lässt sich gut beobachten. Wir konnten bei der ersten Wiederinbetriebnahme dabei sein und den Maschinisten John Gaillard bei seiner Arbeit begleiten. John hat vor rund dreissig Jahren den Projektleiter R12 in die Welt der Dampfkesselrevisionen eingeführt und man darf wohl behaupten, die seinerzeit aufgewendete Zeit war gut investiert…..

R14 hat ja auch eine Beziehung zur Furkabahn: sie sollte in den 1990er Jahren zur DFB, blieb aber bei der Ueberfuhr von Langquart nach Realp in Disentis an der Zahnstange hängen, was sie dann leider zur Rückkehr zwang. Nach langer Odyssee mit Zwischenhalten in Winterthur und Oensingen wurde 1996 ein Tausch mit der R12 bei der BC beschlossen. Die weitere Geschichte ist ja Inhalt dieser Homepage.

Die beiden Maschinen sind sich ja ähnlich, ausser dass die R14 ( wie auch die Schwestermaschine R13 bei der Berninabahn RhB) dank den sechs angetriebenen Achsen absolut selbstfahrend ist.

R11 =  1913 RhB Stammnetz, abgebrochen 1965

R12 =  1913 RhB Stammnetz, 1968 zu BC, 1996 zu DFB, in Revision

R13 =  1910 Berninabahn ( ab 1943 RhB), dort noch betriebsfähig

R14 =  1912 Berninabahn  (ab 1943 RhB), 1990 DFB, 1996 BC teilweise betriebsfähig

   

Revision der "Ticino"
Juni - September 2016

Anfang Juni 16 wurde damit begonnen, die „TICINO“ vollständig zu zerlegen. Im Hinterkopf das ehrgeizige Ziel, mit der Lokomotive an den Oldtimerdays 2016 am 3.und 4. September in Morcote TI teilzunehmen. Erstaunlicherweise brauchte es den Schneidbrenner nur etwa Fünf Mal, um festgefressene Schrauben zu bezwingen – bei der Tatsache, dass die Lokomotive wohl seit Ende der dreissiger Jahre stillstand doch eindrücklich – der Rest liess sich mehr oder weniger problemlos lösen. Es kamen auf den ersten Blick keine grossen Probleme in Erscheinung.



Während sich Bruder Stefan um den als Wasserkasten konstruierten Tender kümmerte, ging ich gleich an den Kessel. Der Wasserkasten war innen sehr schmutzig und grossflächig Rostdurchsetzt, jedoch keineswegs durchgefault. Infolge der engen Platzverhältnisse eine sehr mühsame Arbeit, den wieder in Schuss zu bringen.



Eine vorgängige Wasserdruckprobe des Kessel war nicht möglich, da einige Rohre so durchlöchert waren, dass der Kessel nicht mal mit Wasser gefüllt werden konnte….!


Das Ausrohren des Kessels war ebenfalls nicht ganz leicht, da einige Rohre  notdürftig verschweisst worden waren. Auch da zeigte sich der Kessel nach der  Reinigung erstaunlich gut erhalten - Stehbolzen, Deckenanker und Langkessel ohne  grosse Abzehrungen, die Aussenwände nur im hinteren Bereich des Stehkessels  infolge des Kohlenstaubes zusammen mit Feuchtigkeit etwas abgezehrt.  Wasserseitig auf Höhe Bodenring ebenfalls rissartige Abzehrungen.


Parallel zu diesen Arbeiten wurden der Antrieb und die Achsen zerlegt.


Diese gereinigt, untersucht auf Risse und sonstigen Schäden und in der Werkstätte der RB nach dem Auspressen der Triebzapfen mit den Gegenkurbeln auf der grossen Drehbank reprofiliert.


Siederohrlöcher in den Rohrwänden egalisiert und sofort 68 Stück Siederohr angefertigt und mühsam eingebaut, da die Platzverhältnisse schon sehr eng waren.  


Während die Achsen und die Dampfmaschine zügig wieder montiert wurde, tat sich an anderer Stelle ein grösseres Problem auf.


Das Ausrohren des Kessels war ebenfalls nicht ganz leicht, da einige Rohre  notdürftig verschweisst worden waren. Auch da zeigte sich der Kessel nach der  Reinigung erstaunlich gut erhalten - Stehbolzen, Deckenanker und Langkessel ohne  grosse Abzehrungen, die Aussenwände nur im hinteren Bereich des Stehkessels  infolge des Kohlenstaubes zusammen mit Feuchtigkeit etwas abgezehrt.  Wasserseitig auf Höhe Bodenring ebenfalls rissartige Abzehrungen.


Und in 10 Tagen steigt das Fest in Morcote……scheint unmöglich!

Eine fast schlaflose Nacht später und nach Rücksprache mit dem SVTI Kesselinspektor mit Volldampf weitermachen: schlechte Partie mit Winkelschleifer aushauen, Nieten abbohren und rausschlagen, neues Kesselblech mit Attest suchen und bringen lassen (Danke Katzensee), einpassen und verschrauben.


Dann Kessel zügeln in die Werkstatt von Kollege Karl Kennel und den Hausschweisser Peter Kieliger fast nötigen um das Teil einzuschweissen. Anschliessend – es ist inzwischen Dienstagabend vor dem Morcotewochende….- mit vereinten Kräften noch die zwölf Stück 20mm Nieten setzen und die eingebauten Siederohre fertig bördeln. Ein erstes Füllen mit Wasser sieht vielversprechend aus!

Der zuständige Inspektor befand sich glücklicherweise am Mittwoch auf der Heimfahrt eines persönlichen Anlasses und durfte sich überzeugen, dass der Kessel von 1889 wieder voll funktionsfähig ist und den Prüfdruck von 15 kg/cm2 schadlos standhält. Jetzt sofort an die Endmontage, die Zeit läuft sowieso davon!

Kessel isolieren, Verschalung, alle Leitungen, Wasserkasten, Dach, Armaturen und Kamin montieren – ohne Mithilfe von Stefan und  Kari Kennel mit seinen Mannen hätten wir es nicht geschafft!!!

und dann endlich Donnerstagnachmittag: Feuer machen und sehen was abgeht!  Auf den selbstgemachten Gleisjochen findet die Probefahrt statt.

Um 16h steigt der Manometer Zeiger erstmals seit über 50 Jahren infolge Dampfdrucks wieder leicht an und schon kommt KK mit dem LKW um die knapp 7 Tonnen schwere Lokomotive aufzuladen und sie bei seinem Daheim im Schöneggweg auf die ebenfalls von ihm in letzter Minute erstellten 100m Meterspurgleis abzuladen.

Um 19h ist es endlich soweit : die „TICINO“ fährt nach wohl 75 Jahren erstmals wieder unter Dampf auf eigener Strecke!! Wunderbar und grosse Freude bei allen Beteiligten!

Am Freitag werden noch diverse Nacharbeiten getätigt und die Maschine ...

...mit den 100 Metern Gleis verladen und am frühen Samstagmorgen Richting Tessin nach Morcote zu verreisen.





Ein grosser DANK  an Alle, die in irgendeiner Form mitgeholfen haben dieses Projekt zu verwirklichen!
   

Wie die Ticino nach Goldau kam
(Martin Horath)

Es war wohl Frühling im Jahre 1998 während der Kesselrevision von Lok No. 2 der  Monte Generoso
Bahn, als der Depotchef Egidio Maglio mir einen älteren Herrn  Namens Guido Travaini vorstellte,
welcher sich sehr für die Arbeiten am Kessel  interessierte.

Nach kurzer Zeit sprach er von „seiner“ Dampflokomotive,  welche ich doch einmal anschauen solle,
was ich am selben Abend noch tat. Ich  traute meinen Augen nicht, als ich dieses Juwel in der
dunklen Ecke in einem  Keller mitten in Mendrisio sah, die „TICINO“, abgestellt, als sei sie erst vor  
ein paar Tagen hierhergekommen.

Die kleine Lokomotive ist mir seit da nie  mehr aus dem Kopf gegangen, aber eine Übernahme kam leider auch nicht in Frage.  Guido Travaini pflegte sie aber weiterhin vorbildlich und gab sie auch anderen  Interessenten nicht weiter.

Anfang Jahr ist er nun leider verstorben und  seine Familie hat sich in Verdankens werter Weise bereit erklärt, die Maschine  als Leihgabe weiterzugeben.
Mit unserem Hauscamioneur Karl Kennel haben wir  die Lokomotive am 20. Mai nach mehr als 53 Jahren wieder ans Tageslicht geholt,  verladen und nach Goldau transportiert

Die Dampflokomotive mit 1000mm  Spurweite wurde von Arnold Jung in Jungenthal als No. 59 gebaut und am 19. II.  1889 von F. Marti Winterthur an die Correzione del Fiume Ticino in Bellinzona  geliefert und bis ca. 1941 verwendet.
Gemäss der Frau sah Guido Travaini die  Lok schon länger in der Magadinoebene stehen und interessierte sich für sie und  man brachte ihm die rund 6.5 To leichte Lok am 14. November 1961 zu ihm nach  Hause. Da stand sie anscheinend noch rund zwei Jahre draussen, bis er eine  geniale Unterkonstruktion baute und sie schön in die trockene Ecke eines Kellers  versorgte.

Ziel ist es nun, die Maschine so bald wie möglich so Instand  zu setzen, dass sie ihre wunderschöne Patina nicht verliert und doch wieder  unter Dampf gesetzt werden kann!

(Fotos können vergrössert werden)



Freitag, 15. - Sonntag, 17. April 2016

Fête de la vapeur en Baie de Somme



Vom 15.-17. Aprili 2016 fand in der Normadie bereits zum 10. mal die "Fête de la  Vapeur en Baie de Somme" statt.

Meterspurgäste: Harzer Schmalspurbahn,  Chemin de Fer  Museée Blonay-Chamby, Musée des Tramways à Vapeur, Association pour la  Sauvegarde du Vicinal, Le Petit Anjou, Chemin de fer de la Baie de Saint-Brieuc,

Einen ganzen  Überblick über die Gäste und Ausstellungsstücke findet ihr hier: www.fetevapeur.fr

Das nächste Mal findet es in 2019 - sicherlich wieder mit Besuch aus der Schweiz :-)


Samstag, 6. Februar 2016

Fasnachtsumzug Goldau
zum Thema "Bella Italia"

Mit der Tunnelbohrmaschine „Sissi“ bohrten wir uns nach Italien  durch….  
Dampfwalze No. 7 mit Bohrkopf und Wasseranhänger
 

Samstag, 5. Dezember 2015

Klausenumzug in Arth am See
zum Thema "Heidi"

Dampfzug nach Frankfurt mit Walze No. 7 und dem ARB-Vorstellwagen C11 von 1889

2015

Dampfveranstaltung Tierpark Goldau


DFB Projektleiter Xrotd R 12
Martin Horath      Steinerbergstrasse 59       6410 Goldau       Mobile: +41 78 898 69 01     E-Mail: dampfhorath@bluewin.ch
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